Sitno: Zwillingsseen, Kirchengeschichte und Radweg
Unterkünfte in Sitno
Sitno verbindet eine Moränenhebung mit den nahe gelegenen Zwillingsseen Rybna und Rokitna. Hinzu kommen eine Kirche mit einer vielschichtigen Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie der Radweg „Zaczarowane pejzaże“, der durch Sitno führt. So treffen hier Landschaft, Ortsgeschichte und eine längere Radroute aufeinander – unterschiedliche Themen, an denen Sie Ihre Reiseplanung ausrichten können.
Landschaft zwischen Rybna und Rokitna
Sitno liegt am Fuß einer Moränenhebung in der Nähe der Zwillingsseen Rybna und Rokitna. Beide Gewässer sind mit jeweils 0,5 Kilometern Länge und einer maximalen Breite von 0,3 Kilometern ähnlich bemessen. Der Rybna-See ist 10 Hektar groß und liegt 142,4 Meter über dem Meeresspiegel; für den Rokitna-See sind 9,5 Hektar und eine Höhenlage von 143,1 Metern angegeben. Der Größenvergleich fällt damit knapp zugunsten des Rybna-Sees aus, während Länge und maximale Breite bei beiden Seen gleich sind. Diese konkreten Maße geben dem Landschaftsbild einen nachvollziehbaren Rahmen, ohne die beiden Gewässer zu einem einzigen Ziel zusammenzufassen.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche des Heiligsten Herzens Jesu wurde 1871 an der Stelle einer älteren Holzkirche aus dem Jahr 1580 errichtet. Ihr neogotischer Innenraum ist saalartig gestaltet und von einer zweijochigen Holzdecke geprägt. Zur Ausstattung zählen eine neogotische Kanzel, neobarocke Kirchenbänke und eine Orgelempore. Außerdem ist in der Kirche eine Glocke zu sehen, die 1873 in Bochum gegossen wurde. Baugeschichte, Raumform und einzelne Ausstattungsstücke erzählen hier verschiedene Kapitel derselben Ortsgeschichte.
Auch die historische Bezeichnung Sitnos verweist auf eine frühere Prägung: Im Laufe der Zeit wurde der Ort „Kurdorf“ genannt und als Kurort bezeichnet. Das Folkloreensemble „Swojacy“ entstand 2003 auf Initiative von Einwohnern Sitnos. Es nahm an verschiedenen Folklorewettbewerben und -schauen teil und vertrat die Gemeinde im In- und Ausland, unter anderem in Belarus, Litauen und Deutschland. Zu den von „Swojacy“ organisierten Veranstaltungen gehörten das Folklorefest „Szczecineckie Spotkanie z Folklorem“ und der Volksmusik-Wettbewerb „Ludowy Przegląd Kolęd i Pastorałek“.
Mit dem Rad durch die Gegend
Der rund 52 Kilometer lange Radweg „Zaczarowane pejzaże“ verläuft über Szczecinek, Świątki, Sitno, Dziki, Turowo, Wilcze Laski, Kruszka, Lotyń, Drzewice, Wojnowo, Dębowo, Drawień, Żółtnica, Buczek und Czarnobór zurück nach Szczecinek. Sitno ist damit Teil einer längeren, über mehrere Orte führenden Runde. Bei Kilometer 6,2 biegt die gelb markierte Route am Rand des Naturschutzgebiets „Dęby Wilczkowskie“ hinter einem Bach, der zum See Wilczkowo fließt, nach links in Richtung Sitno ab.
Weitere Perspektiven im Reiseziel Neustettin
Im übergeordneten Reiseziel Neustettin kommen eigenständige Ziele außerhalb Sitnos hinzu. In Trzebiechowo stammt ein Schlosskomplex aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dort steht außerdem eine Kirche aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts, die der Muttergottes von Tschenstochau geweiht ist. In Wierzchowo liegt der Natur- und Waldlehrpfad „Wielkie Błoto“ am Südufer des Wierzchowo-Sees südöstlich von Wierzchowo. Zu seiner Ausstattung zählen fünf Informationstafeln, ein hölzerner Steg über das Moor und ein Aussichtsturm. Als überregionaler Weg führt zudem der rot markierte, 161 Kilometer lange „Szlak Wzniesień Moreny Czołowej“ durch die Gmina Szczecinek. Diese Orte und Wege erweitern den Blick auf Neustettin, sind aber eigene regionale Stationen neben Sitno.
Weitere Orte im selben Reiseziel: Rakowo, Stare Wierzchowo, Sępolno Wielkie, Szczecinek, Pilawa, Krągi, Spore, Silnowo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neustettin.