Racibórz
Unterkünfte in Racibórz
Racibórz liegt im Tal der oberen Oder und verbindet Naturthemen mit Museen, historischen Bauwerken und Parks. Das Arboretum Bramy Morawskiej richtet den Blick auf eine vielfältige Landschaft: Es erstreckt sich über 150 ha hügeliges Gelände, das von Mischwald geprägt ist. Dank der nahe gelegenen Mährischen Pforte ist die Umgebung reich an bemerkenswerten Pflanzen, Tieren und Pilzen. Durch die Pforte wanderten und bewegen sich weiterhin zahlreiche Lebewesen.
Waldlandschaft und Tierwelt
Im Arboretum stehen zwei ausgeschilderte und gut markierte Lehrpfade zur Wahl: ein dendrologischer und ein ökologischer. Die unterschiedlichen Schwerpunkte machen den Besuch auch für Reisende interessant, die Pflanzen und ökologische Zusammenhänge auf eigene Faust in den Blick nehmen möchten. Zum Arboretum gehört außerdem der Mini-ZOO mit etwa 100 Tieren und Vögeln. In Racibórz-Brzezie umfasst eine eigene Schauanlage für Wisente mehr als 10 ha; sie wurde eigens für Wisente geschaffen.
Ein weiteres Naturthema ist das Wald- und Teichreservat Łężczok. Es wurde 1957 zum Schutz eines artenreichen Auwaldes und ehemaliger Zisterzienser-Fischteiche eingerichtet. Zur Fauna gehören unter anderem 249 Vogelarten, mehrere hundert Wirbellosenarten und 46 wild lebende Säugetierarten. Wer sich besonders für Vogelwelt, Wald und Gewässer interessiert, findet hier einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt als im Arboretum.
Auch innerhalb der Stadt prägen Grünanlagen das Bild. Der Park Roth, früher Gondola-Park genannt, umfasst 5,46 ha. Ein Hektar davon entfällt auf einen Teich mit Insel und Springbrunnen; an der Bema-Straße liegt am Teich eine Aussichtsterrasse. Der Park Zamkowy ist 13,87 ha groß, gesetzlich geschützt und seit dem 17.12.1997 unter der Nummer A/1672/66/97 in das Register der unbeweglichen Denkmäler der Woiwodschaft Schlesien eingetragen.
Museum, Schloss und Stadtgeschichte
Das Muzeum in Racibórz zeigt in der ehemaligen Dominikanerkirche in der ul. Gimnazjalna 1 ständige und wechselnde Ausstellungen. Die ständige Ausstellung „W Domu Ozyrysa“ widmet sich der Mumie der Ägypterin Dżed-Amonet-Ius-Anch. Zu sehen sind außerdem ein Kartonagefragment und zwei anthropoide Sarkophage. Damit steht neben der regionalen Geschichte auch das alte Ägypten auf dem Themenprogramm des Museums.
Im Malzhaus des Fürstenschlosses in Racibórz-Ostróg befindet sich die interaktive multimediale Ausstellung „Historia Górnego Śląska czasów Piastów i Przemyślidów“. Sie gilt als eine der modernsten Ausstellungen ihrer Art in Polen. An der Schlosskapelle stiftete der Bischof eine Stiftskirche des heiligen Thomas Becket. Die Kapelle wurde vermutlich in den 1280er-Jahren erbaut und gilt bis heute als herausragendes Werk sowie als „Perle der oberschlesischen Gotik“.
Ein anderes Geschichtsbild vermittelt das Wandbild Panorama Raciborza: Es zeigt ein von Friedrich Bernhard Werner geschaffenes Panorama von Racibórz, das Mitte des 18. Jahrhunderts in Nürnberg entstand. Wer Geschichte lieber spielerisch erkundet, kann sich mit den Racibórzer Questy beschäftigen. Dabei handelt es sich um Geländespiele, bei denen Rätsel gelöst und Aufgaben in der realen Welt ausgeführt werden.
Anreise und Unterkunftswahl
Für die Anreise mit der Bahn ist der REGIO-Personenbahnknoten in Racibórz ein konkreter Orientierungspunkt. Verbindungen bestehen nach Katowice, Wrocław und Rybnik. Bei der Suche nach einem Hotel, einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus können Sie zunächst überlegen, ob für Ihre Reise Naturerlebnisse, Ausstellungen und Baugeschichte oder eine Mischung daraus im Vordergrund stehen. Die Stadt bietet unterschiedliche Themen, ohne dass sich daraus eine bestimmte Unterkunftsart ableitet.
Wenn Sie Ihre Erkundungen über Racibórz hinaus fortsetzen möchten, finden Sie hier weitere Orte: Kobyla, Szonowice, Ratibor, Kuźnia Raciborska, Rzuchów, Rudy und Pogrzebień.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schlesien.
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