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Lauenburg (Lębork)

Unterkünfte in Lauenburg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lauenburg (polnisch Lębork) verbindet eine von Moränenhügeln geprägte Landschaft mit sichtbaren Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Stadt liegt im Urstromtal Łeba–Reda, das im Süden an die Kaschubische Seenplatte und im Norden an die Żarnowiec-Hochfläche grenzt. Durch Lębork fließt die schiffbare Łeba. Für die Anreise mit dem Auto bietet die Lage an der internationalen Straße E28 zwischen Gdańsk und Szczecin eine klare Straßenorientierung; hier wird sie auch als polnische Landesstraße 6 bezeichnet.

File:Zatorze (Lębork).jpg File:Zatorze (Lębork).jpg Foto: Dżejkob Padskay via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Landschaft und Stadtgeschichte

Nördlich und südlich von Lębork erheben sich teilweise bewaldete Hänge von Moränenhügeln. Ihr Relief ist stark wellig und bildet einen landschaftlichen Kontrast zum Urstromtal, durch das der Fluss die Stadt quert. Wer bei der Reise neben der Stadt auch ihre Umgebung kennenlernen möchte, findet in dieser Lage verschiedene Landschaftsformen, die sich in der Orientierung auf der Karte gut unterscheiden lassen.

Im Muzeum w Lęborku stehen die Geschichte der Stadt und der Region neben alter Kunst, Archäologie und Ethnografie. Die Sammlungen geben dem Besuch einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt, während ein dort gezeigter 3-D-Film das mittelalterliche Verteidigungssystem von Lębork behandelt. So lässt sich die Stadtgeschichte sowohl über Sammlungsbereiche als auch über die Befestigungsanlagen im Stadtbild betrachten.

Mittelalterliche Befestigungen und historische Bauten

Gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauern sind in Lębork zu sehen. Sie wurden von 1341 bis etwa 1363 errichtet und waren ursprünglich 1.220 Meter lang. Die Angabe bezieht sich auf ihre ursprüngliche Länge; für die heutige Besichtigung ist vor allem die erhaltene Anlage selbst ein sichtbarer Anhaltspunkt für die Geschichte der Stadtbefestigung. Die Baszta Bluszczowa ist ein erhaltener Eckturm und Teil dieser Mauern. Sie wurde etwa 1363 während der Errichtung der städtischen Befestigungen gebaut.

Auch rekonstruierte mittelalterliche Türme gehören zum historischen Bild: Im Turm Nr. 24 an der ul. Derdowskiego und im Turm Nr. 27 an der ul. Basztowa werden unter anderem Kopien mittelalterlicher Kleidung und Waffen, Alltagsgegenstände, Erzeugnisse aussterbender Handwerke sowie Kunstwerke örtlicher Künstler aus früheren Jahrhunderten gezeigt. Ein Teil der Deutschordensburg von Lębork bestand bereits 1363. Auf dem ehemaligen Vorburggelände befinden sich außerdem eine Mühle aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, das sogenannte Haus des Müllers aus dem 19. Jahrhundert und ein Salzspeicher aus dem 16. Jahrhundert.

Ein anderer Blick auf die Stadtgeschichte ergibt sich am Rathaus: Es wurde 1900 im neugotischen Stil erbaut. In seiner repräsentativen Ratshalle zeigen Buntglasfenster die Wappen des örtlichen Adels. Die Kirche NMP Królowej Polski stammt aus dem Jahr 1870, ist neugotisch und war früher evangelisch. Bürgerhäuser in der ul. Staromiejska und der ul. M. Reja stammen von der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert; ihre Gestaltung ist eklektisch beziehungsweise vom Jugendstil geprägt.

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Fußwege, Aussicht und Pilgertradition

Die Trasa średniowiecznego Lęborka ist ein Fußweg, der an der Kreuzung der ul. Staromiejska und der ul. Skłodowskiej beginnt und entlang der mittelalterlichen Stadtmauern weiterführt. Damit steht neben dem Blick auf einzelne Bauwerke auch ein Weg zur Verfügung, der den Verlauf der Befestigungen als Thema aufgreift. Die Trasa Paula Nipkowa ist durch fernseherförmige Tafeln an Gebäuden und Orten gekennzeichnet, die mit Paul Nipkow verbunden sind. Zwischen diesen Tafeln weisen kleine Schilder an Pfosten und Bäumen den Weg.

Die Wieża Ciśnień bietet eine Aussichtsplattform mit Blick auf Lębork und die umliegende Landschaft. Wer die Stadt lieber aus einer erhöhten Perspektive wahrnimmt, kann diesen Aussichtspunkt in die eigene Erkundung einbeziehen. Auch die Pilgertradition prägt die Orientierung: Die Etappe Lębork–Łeba der Pomorskiej Droga św. Jakuba beginnt am Sanktuarium św. Jakuba Apostoła in Lębork und verbindet die Apostelheiligtümer in Lębork und Łeba. Das Sanktuarium ist eine gotische Wehrkirche. Als Entstehungszeit gilt die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert; auch das Jahr 1345 wird genannt, ist jedoch nicht sicher.

Die Lage an der E28 bietet zugleich eine konkrete Orientierung für die Anreise mit dem Auto. So lässt sich die Stadt als Reiseziel nach den eigenen Schwerpunkten einordnen, ohne Kulturgeschichte und Landschaft voneinander trennen zu müssen.

Weitere Orte der Unterregion

Zur weiteren Orientierung in der Unterregion: Lebork, Wicko, Dymnica, Roszczyce, Łeba, Poraj, Żarnowska, Sarbsk, Lędziechowo, Łebień, Bukowina.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pommern.

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